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Krisenzentren / Notfallpläne

Rechtsgrundlagen für Krisenzentren / Notfallpläne (Auswahl)

EU-Recht:
Artikel 43 - 45 des AHL (hier in Vetlex)

Bundesrecht:
§ 30 Abs. 2 TierGesG

§ 32 der Verordnung zum Schutz gegen die Maul- und Klauenseuche (MKS-Verordnung)

Krisenzentren / Notfallpläne - sächsische Regelungen

Gemeinsame Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz und des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Bekämpfung besonders bedrohlicher Tierseuchen vom 11.09.2014 (VwV Landestierseuchenkrisenplan)

Logistikzentrum, Mobiles Bekämpfungszentrum (MBZ)

Die praktischen Erfahrungen mit Ausbrüchen gefährlicher Tierseuchen in anderen Mitgliedstaaten und Bundesländern zeigen, dass es notwendig ist, dem im Außendienst tätigen Hilfspersonal (praktische Tierärzte die Gebietsuntersuchungen durchführen und Proben nehmen, Tötungstrupps u. ä.) einen zentralen Anlaufpunkt zu bieten, der folgende Funktionen übernehmen soll

  • Bekanntgabe der Arbeitsaufgaben, Aushändigung der erforderlichen Unterlagen und Materialien (z.B. Probengefäße)
  • Ausgabe der Hygienekleidung, Wechsel von Straßen- zu Hygienekleidung (entsprechende Lager- und Umkleidemöglichkeiten)
  • Verpflegung des Hilfspersonals
  • Möglichkeiten zur Zwischenlagerung entnommener Proben
  • Entsorgung gebrauchter Hygienekleidung nach Rückkehr
  • Möglichkeiten zur Körperreinigung und Desinfektion


Die dafür genutzten Räumlichkeiten und Einrichtungen haben somit andere Funktionen als die des "administrativen" Bereichs des Tierseuchenkrisenzentrums.

Dieser Ansatz wird auch mit dem als "Containerdorf" konzipierten gemeinsamen Mobilen Bekämpfungszentrum der Länder verfolgt (MBZ). Es ist jedoch davon auszugehen, dass das MBZ einem betroffenen Kreis – wenn überhaupt – erst nach einigen Tagen zur Verfügung stehen kann und hohe Aktivierungs- und Deaktivierungskosten verursacht. Somit ist jedes LÜVA gut beraten, in seine Planungen mögliche Räumlichkeiten und / oder Standorte einzubeziehen, die diese Funktionen erfüllen können, z.B. Nutzung geeigneter Räumlichkeiten im eigenen Haus (z.B. Kellerbereiche mit entsprechend nutzbaren Räumen und Duschmöglichkeiten, Nutzung eines Feuerwehrtechnischen Zentrums, Nutzung des Katastrophenschutzlagers

Alle Informationen zum MBZ finden Sie im MBZ-Handbuch unter  TSN-Online→ Krisenmangement → TSBH → Bund


Literatur / Links
Piontkowski, 2005, Vortag anlässlich des Internationalen Veterinärkongresses des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte in Bad Staffelstein (s. Tagungsbericht)

Koespel, U., Frankemölle, M.: Errichtung und Betrieb eines Tierseuchen-Logistikzentrums, Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle IV/2007, 267-272

Krisenzentren / Notfallpläne - Vorgaben für den „Humanbereich“

Bedrohungen von Menschen durch übertragbare Krankheitserreger:
Gemeinsame Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und des Sächsischen Staatsministeriums des Innern für eine Bereitschafts- und Reaktionsplanung zur Bekämpfung außergewöhnlicher Gefahren und Schadenslagen durch Bedrohungen von Menschen mit Infektionserregern (VwV Bereitschafts- und Reaktionsplanung – VwV BRP)